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Langendiebach
Langendiebach
Es war im Jahr 1906 als ein paar "Diebacher", darunter August Schröder, Heinrich Fucker, Wilhelm Nagelschmidt, Christian Ebert, Heinrich und Emil Heck den 1. FC aus der Taufe hoben. Das erste Sportgelände war ein Wiesenstück an der Ecke Hanauer- und Rückinger Strasse, zu einem Preis von 100 DM. Später siedelte der FCL dann zur Obererle um, wo auch der erste Erfolg mit der Meisterschaft der B-Klasse gefeiert werden konnte. Es war die Zeit des ersten Weltkrieges als der 1. FC 06 die Süddeutsche A-Klassenmeisterschaft nach einem Sieg über Bad Kreuznach feiern konnte.

Alter Wehrturm Langendiebach
Alter Wehrturm Langendiebach
Im Jahre 1920 wurde dann sogar der Aufstieg zur 1. Süddeutschen Klassenliga erreicht, welche die höchste Spielklasse im Fußballgebiet war. Die Gegner waren keine geringere wie: Eintracht Frankfurt, FSV Frankfurt und Rot-Weiß Frankfurt. Diese Klasse war aber doch etwas zu stark und der 1. FCL musste wieder absteigen. Ein Jahr später kam es dann zur Fusion mit unserem Ortsnachbar und es entstand die in ganz Süddeutschland gefürchtete RÜLA. 

Bereits im Jahr 1922 feierte man den ersten großen Erfolg, denn die RÜLA erreichte die Runde der letzten drei Mannschaften im Süddeutschen Pokal und man spielte dort gegen den 1. FC Nürnberg und den Freiburger FC.

Im Jahre 1933 musste dann der Vorstand aus politischen Gründen zurücktreten und das war dann auch das Ende der RÜLA. Nach dem zweiten Weltkrieg schlossen sich die Turner und die Fußballer zur Turngemeinde Langendiebach zusammen.

1951 ereichte der 1. FCL unter dem unvergessenen Spielertrainer Karl Göhlich die A-Klassen Meisterschaft und stieg in die Bezirksliga auf. Spieler wie Ebert, Schleiffer, Schmidt, Raab, Krick, Böckler und Bonaventura sind heute noch Namen mit einem guten Klang. 5 Jahre spielte der 1. FC 06 danach in der Bezirksliga bevor man den Weg in die A-Klasse wieder antreten musste.

Fallbachbrücke Langendiebach
Fallbachbrücke Langendiebach
1958 kam es dann zur Trennung von der Turngemeinde. Als am Abend des 1. August 1958 ein über Deutschland wütender Sturm das Festzelt zur Neugründungsfeier zusammenstürzen lies, zeigten die Mitglieder was zu leisten fähig war. In einem einmaligen Einsatz wurde in der ganzen Nacht das Zelt wieder aufgebaut und so das Fest doch noch gerettet.

Als der FCL im Jahr 1966 sein 60jähriges Bestehen feierte musste man den Weg in die B-Klasse antreten und es dauerte bis ins Jahr 1971 das der FCL, der unter dem Trainer Günther "Vatter" Schmidt den Wiederaufstieg in die A-Klasse erreichte. In der Spielzeit 1977-78 konnte man dann sogar den Aufstieg in die Bezirksliga Frankfurt/Ost feiern.

Ganz knapp verpasste der FCL dann im Jahr 1982 den Aufstieg in die Landesliga als man bereits Herbstmeister war.

Als 1985 mit Reinhard Rüger und Wolfgang Holhorst zwei Stützen der Langendiebacher Mannschaft den Verein verließen, kam der Abstieg in die A-Klasse Hanau und nachdem nur ein Jahr später Dieter Cramer und Josef "Seppl" Beken ihre Fußballschuhe an den Nagel hängten, musste sogar der Weg in die B-Klasse Hanau angetreten werden.

Evangelische Kirche Langendiebach
Evangelische Kirche Langendiebach
Den Aufschwung zu wieder besseren Zeiten hatte der 1. FC Langendiebach dann der Jugendabteilung SG Erlensee unter der hervorragenden Leitung von Jugendleiter Karl-Heinz Marquard zu verdanken. Eine neue Mannschaft wurde gefunden und es standen plötzlich wieder nur Diebacher Spieler auf dem Platz. Mit Peter Kress wurde der zu dieser jungen Mannschaft passende Trainer gefunden und 1988 gelang, als Vizemeister der B-Klasse, der Aufstieg. In den darauffolgenden Jahren etablierte sich der FC Langendiebach immer mehr zu einer Spitzenmannschaft in der nun Bezirksliga genannten Spielklasse. Gründe dafür waren das Spieler wie Uwe Zimmermann und Dirk Schürmann trotz vieler höherklassigen Angebote Vereinstreue zeigten, aber auch das es gelang ehemalige Jugendspieler der SG Erlensee wie Tobias Gebhardt, Christoph Kuchar, Stephan Svidran oder auch Chris Sickmann zurück zum FC Langendiebach zu holen. Im Jahr 1999 wurde die Teilnahme an der Qualifikation zur Bezirksoberliga nur knapp verpasst. Am Ende stand der unglückliche 3. Platz in der Endtabelle.

Im Jahr 2002 war es dann endlich soweit. Der FC Langendiebach konnte nach zahlreichen Versuchen die langersehnte Meisterschaft der Bezirksliga Hanau feiern und stieg somit in die Bezirksoberliga Frankfurt Ost auf.

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